Canon bringt im Juli 2025 ein neues Firmware-Update auf den Markt, das die Sicherheit von zehn spiegellosen EOS R-Kameras sowie einigen Profi-Filmkameras verbessert. Kern des Updates ist ein sechsstelliger PIN-Code, der beim Einschalten der Geräte abgefragt wird. Diese Funktion ist vor allem für Berufsfotografen relevant, die netzwerkfähige Kameras in sicherheitskritischen Umgebungen nutzen.
Inhaltsverzeichnis:
- Mehr Schutz für Canon EOS R5, R6 und R3
- Passwortschutz mit Limitierungen
- Canon PTZ- und Cine-Kameras ebenfalls berücksichtigt
- Update startet am 17. Juli in Japan
Mehr Schutz für Canon EOS R5, R6 und R3
Das Update betrifft zehn beliebte Modelle der EOS-R-Serie, darunter EOS R1, R3, R5 Mark II, R5, R6 Mark II, R7, R8, R10 sowie R50 und R50 V. Die PIN-Sperre schützt insbesondere Netzwerkfunktionen vor Brute-Force-Angriffen. Ein echter Diebstahlschutz ist es jedoch nicht – vergessene Passwörter können durch einen Werksreset umgangen werden.
Zielgruppe der neuen Funktion sind professionelle Anwender. Fotojournalisten und Agenturen, die ihre Kameras regelmäßig in Netzwerke einbinden, profitieren von der neuen Sicherheitsebene. Canon reagiert mit diesem Schritt auf neue gesetzliche Vorgaben in Europa. Ab August 2025 verlangt die EU-Richtlinie für internetfähige Geräte (Radio Equipment Directive) höhere Standards beim Schutz gegen unbefugten Zugriff.
Passwortschutz mit Limitierungen
Das Update aktiviert beim ersten Start ein Setup zur Vergabe des Codes. Der Benutzer muss eine sechsstellige Zahlenkombination zweimal eingeben. Danach fragt die Kamera bei jedem Einschalten oder Aufwecken diesen Code ab.
Eine Option erlaubt es, die erneute Abfrage zu deaktivieren. Wird der Code jedoch zehnmal falsch eingegeben, wird der Zugang gesperrt. Damit soll ein gewisser Schutz gegen Missbrauch durch Dritte entstehen. Gleichzeitig bleibt die Kamera bei Verlust des Codes weiterhin zurücksetzbar, was einem vollständigen Schutz entgegensteht.
Canon PTZ- und Cine-Kameras ebenfalls berücksichtigt
Neben den spiegellosen R-Kameras erhalten auch einige professionelle Filmgeräte die neue Funktion. Dazu gehören Modelle wie Canon C400, C70, R5C und XF605. Auch PTZ-Kameras könnten integriert werden. Die genaue Liste der unterstützten Cine-Produkte steht allerdings noch aus.
Zukünftige Kameras wie Canon EOS R6 Mark III und R7 Mark II sollen die PIN-Funktion bereits ab Werk bieten. Eine Präsentation dieser neuen Modelle wird laut Berichten für Ende August erwartet.
Update startet am 17. Juli in Japan
Der weltweite Rollout beginnt am 17. Juli 2025 in Japan. Weitere Märkte sollen folgen. Nutzer müssen das Update manuell installieren. Canon informiert dazu auf den jeweiligen Support-Seiten.
Wichtigste Fakten auf einen Blick:
- PIN-Schutz für zehn EOS-R-Modelle und Cine-Kameras
- Ziel: Schutz vor Brute-Force-Angriffen auf Netzwerkschnittstellen
- Start des Updates: 17. Juli 2025 in Japan
- Vorgabe durch EU-Sicherheitsrichtlinie ab August 2025
- Zukünftige Modelle sollen Funktion serienmäßig enthalten
Mit dem neuen Update geht Canon einen konkreten Schritt in Richtung Netzwerksicherheit – ohne die Bedienbarkeit für Profis einzuschränken.
Quelle: Phptografix Magazin

