Nikon ZR mit integriertem 32-Bit-Float-Audio
Nikon ZR mit integriertem 32-Bit-Float-Audio, Foto: Pixabay

Nikon hat offiziell die neue ZR vorgestellt. Die Kamera kombiniert ein kompaktes Gehäuse, ein außergewöhnliches 4-Zoll-Display und eine Vielzahl innovativer Funktionen. Besonders auffällig ist das geringe Gewicht von nur 540 Gramm sowie der überraschend niedrige Einstiegspreis von 2.349 Euro.

Inhaltsverzeichnis:

Nikon ZR im Vergleich zu Canon EOS C50

Die ZR wird von Nikon als „All-in-One-Cinema-Kamera“ bezeichnet. Mit 134 x 80,5 x 49 mm ist sie kleiner und mit 540 g deutlich leichter als die Canon EOS C50 mit 670 g. Das wirkt sich auf die Mobilität aus, bringt jedoch Einschränkungen mit sich.

  • Vorteile der Kompaktheit
    • 134 mm Breite
    • 80,5 mm Höhe
    • 49 mm Tiefe
    • Gewicht: 540 g
  • Nachteile
    • Keine aktiven Lüfter
    • Nur Micro-HDMI-Anschluss
    • Speicherfach unterhalb des Gehäuses

Laut Nikon ermöglicht das Gehäusedesign eine geräuschlose Wärmeableitung. Überhitzungen sollen bei Aufnahmen in 6K 60p über 125 Minuten nicht auftreten.

Videotechnik mit RED-Unterstützung

Die Kamera überzeugt durch eine Vielzahl an Videoformaten. Aufnahmen sind in 6K 60p oder 4K 120p möglich, unterstützt werden N-RAW, Apple ProRes RAW, Apple ProRes 422 HQ sowie H.264/H.265. Eine Besonderheit ist der R3D NE-Codec.

Dieser Codec bringt die RED-Farbtechnologie erstmals in eine Nikon-Kamera und erleichtert die Arbeit mit gemischtem Equipment. Die ZR besitzt einen gestapelten 24,5-Megapixel-Sensor und erreicht über 15 Blendenstufen Dynamikumfang. Eine Dual-Base-ISO mit 800 und 6.400 sorgt für flexible Lichtanpassung.

Zusätzlich stehen vier Video-Modi und neun RED-Picture-Control-Optionen zur Verfügung, die für einen kinoreifen Look sorgen.

Stabilisator und 32-Bit-Float-Audio

Ein großer Vorteil gegenüber der Canon EOS C50 ist der integrierte 5-Achsen-Bildstabilisator mit 7,5 Blendenstufen. Damit werden auch Freihandaufnahmen ruhiger.

Ein weiterer Meilenstein ist die Audioausstattung. Die ZR ist die erste Kamera weltweit mit kamerainterner 32-Bit-Float-Aufnahme. Dank drei interner MEMS-Mikrofone können Tonaufnahmen ohne externes Mikrofon erfolgen. Ergänzend wurde das Richtmikrofon ME-D10 vorgestellt, das mit 32-Bit-Float arbeitet und ein Signal-Rausch-Verhältnis von 77 dB bietet.

Display und Fotoeigenschaften

Das 4-Zoll-Display mit 3,07 Millionen Bildpunkten und 1.000 Nits Helligkeit gehört zu den Highlights. Es ist dreh- und neigbar, hat ein 16:10-Format und deckt den DCI-P3-Farbraum ab. Das Menü wurde mit RED für die Touch-Bedienung optimiert.

Auch als Fotokamera ist die ZR nutzbar, wenn auch eingeschränkt. Sie verzichtet auf mechanischen Verschluss und Sucher, besitzt jedoch Autofokus mit Motiverkennung und Pixel-Shift-Modus. Selbst bei -10 EV arbeitet der Autofokus zuverlässig.

Technische Daten im Überblick

Merkmal Nikon ZR Canon EOS C50 Sony FX3a
Abmessungen 134 x 80,5 x 49 mm 142 x 88 x 95 mm 129,7 x 77,8 x 84,5 mm
Gewicht 540 g 670 g 715 g
Sensor 24,5 MP gestapelt 26,2 MP 12,1 MP
Video 6K 60p / 4K 120p 4K 60p 4K 120p
Codec N-RAW, ProRes, H.264/H.265, R3D NE XF-AVC, MP4 XAVC, H.264/H.265
Dynamikumfang über 15 Blendenstufen ca. 13 Stufen ca. 14 Stufen
ISO Dual-Base 800 / 6.400 100–51.200 80–102.400
Stabilisator 5-Achsen, 7,5 Blenden nein 5-Achsen
Audio 32-Bit-Float intern extern erforderlich 24-Bit extern
Display 4 Zoll, 3,07 Mio. Bildpunkte, 1.000 Nits 3 Zoll, 1,62 Mio. Punkte 3 Zoll, 1,44 Mio. Punkte
Speicher CFexpress Typ B + microSD SD + CFexpress Typ A CFexpress Typ A + SD
Preis (Body) 2.349 Euro 3.799 Euro 4.699 Euro
Kit mit Objektiv 2.949 Euro
Zubehör Mikrofon ME-D10 299 Euro

Marktstart und Preis

Die Nikon ZR wird ab Ende Oktober 2025 erhältlich sein. Der Preis liegt bei 2.349 Euro für das Gehäuse. Mit Kit-Objektiv Z 24–70 mm f/4 S kostet sie 2.949 Euro. Das neue Mikrofon ME-D10 schlägt mit 299 Euro zu Buche.

Damit bietet Nikon eine deutlich günstigere Alternative zu Canon EOS C50 und Sony FX3a. Die ZR richtet sich an Anwender, die kompakte Maße, professionelle Funktionen und einen attraktiven Preis kombinieren wollen.

Quelle: PHOTOGRAFIX MAGAZIN, YouTube