Ab dem 14. Oktober 2025 wird Windows 10 keine kostenlosen Sicherheitsupdates und keine neuen Funktionen mehr erhalten. Millionen Rechner bleiben nutzbar, doch die Sicherheit nimmt von Monat zu Monat ab. Die Risiken betreffen sowohl private als auch berufliche Nutzer.
Inhaltsverzeichnis:
- Joachim Selzer vom Chaos Computer Club warnt vor Angriffen
- Umstieg auf Windows 11 als empfohlene Lösung
- Linux als mögliche Alternative
- Extended Security Update als Übergangslösung
- Millionen Nutzer betroffen
Joachim Selzer vom Chaos Computer Club warnt vor Angriffen
Nach Angaben des IT-Sicherheitsunternehmens ESET laufen rund zwei Drittel aller Computer in Deutschland mit Windows 10. Damit betrifft das Supportende mehrere Millionen Anwender. Experten weisen darauf hin, dass nach dem Stichtag jede ungepatchte Sicherheitslücke eine konkrete Gefahr darstellt.
- Schadsoftware kann Daten abgreifen
- Viren können unbemerkt verbreitet werden
- Passwörter und Bankinformationen sind besonders gefährdet
Der Chaos Computer Club betont, dass der Rechner zwar weiterhin startet und Programme geöffnet werden können. Doch im Hintergrund wächst die Unsicherheit kontinuierlich. Auch moderne Antivirenprogramme stoßen an ihre Grenzen, da sie auf einem veralteten Fundament aufbauen.
Umstieg auf Windows 11 als empfohlene Lösung
Microsoft sieht die Zukunft in Windows 11. Viele Geräte lassen sich kostenfrei auf das neue System aktualisieren. Voraussetzung ist, dass die Hardware die technischen Anforderungen erfüllt. Joachim Selzer weist jedoch darauf hin, dass zahlreiche ältere Geräte diese Anforderungen nicht erfüllen.
- Neue Geräte werden meist bereits mit Windows 11 ausgeliefert
- Teilweise reicht ein Austausch einzelner Komponenten wie Prozessor oder Speicher
- Fachgeschäfte bieten Unterstützung beim Hardwarewechsel
Problematisch bleibt, dass funktionierende Computer im schlimmsten Fall entsorgt werden. Damit entstehen zusätzliche Kosten und Belastungen für die Nutzer.
Linux als mögliche Alternative
Für technisch versierte Nutzer bietet sich Linux an. Der Umstieg erfordert eine Eingewöhnung, da Bedienung und Softwareangebot von Windows abweichen. Viele alltägliche Aufgaben wie Büroarbeit oder Internetnutzung können jedoch problemlos mit Linux erledigt werden.
Ein Überblick zu Vorteilen von Linux:
- Keine zusätzlichen Lizenzkosten
- Regelmäßige Sicherheitsupdates
- Breite Auswahl an kostenloser Software
Trotzdem müssen Nutzer bereit sein, sich in eine neue Arbeitsumgebung einzuarbeiten.
Extended Security Update als Übergangslösung
Wer zunächst bei Windows 10 bleiben möchte, kann auf das sogenannte Extended Security Update-Programm (ESU) zurückgreifen. Microsoft wird diese kostenpflichtigen Updates für rund 30 Euro pro Jahr und Gerät anbieten.
- Bis Oktober 2028 verfügbar
- Sowohl für private als auch für geschäftliche Nutzer
- Nur ein zeitlich begrenzter Aufschub
Spätestens 2028 endet auch diese Möglichkeit. Dann muss erneut über den Umstieg auf ein anderes System oder neue Hardware entschieden werden.
Millionen Nutzer betroffen
Die Zahlen verdeutlichen die Dimension: Rund zwei Drittel aller Computer in Deutschland laufen noch mit Windows 10. Damit stehen Millionen Geräte vor einem Wendepunkt. Sicherheitsrisiken, steigende Hardwareanforderungen und kostenpflichtige Updates zwingen viele Anwender zu Entscheidungen.
Ob ein Wechsel auf Windows 11, der Einbau neuer Hardware, die Nutzung von Linux oder der befristete ESU-Schutz – die Optionen sind vielfältig, aber jede hat Vor- und Nachteile. Klar ist nur, dass die Zeit bis Oktober 2025 schnell vergeht und viele Nutzer handeln müssen.
Quelle: SR3, YouTube

