Über 419’000 Bilder aus 200 Ländern. Zehn Kategorien. Ein Wettbewerb. Die Sony World Photography Awards 2025 zeigen erneut, welche Kraft in einem einzigen Foto liegen kann. Die feierliche Preisverleihung findet am 16. April im Londoner Somerset House statt. Anschließend werden die Werke der Sieger und Finalisten bis zum 5. Mai ausgestellt. Die Jury zeichnete dieses Jahr besonders vielfältige Beiträge aus – von Stadtlandschaften über Naturaufnahmen bis zu Momentaufnahmen menschlicher Begegnungen.
Inhaltsverzeichnis:
- Xuecheng Liu zeigt den Times Square von oben
- Weitere ausgezeichnete Beiträge betonten kunstvolle Komposition
- Natur in Ostgrönland und Dänemark
- Menschliche Nähe und urbane Kultur
- Technik, Tradition und Augenblicke
- Wichtige Informationen auf einen Blick
Xuecheng Liu zeigt den Times Square von oben
Der Preis in der Kategorie Architektur ging an Xuecheng Liu aus Festlandchina. Sein Bild „Mittelpunkt des Kosmos“ zeigt den New Yorker Times Square aus der Vogelperspektive. Mit einem extremen Weitwinkelobjektiv aufgenommen, hebt das Foto die schiere Größe und Energie des Stadtzentrums hervor. Es ist eine dynamische Aufnahme, die Orientierung und Maßstab aufbricht.
Weitere ausgezeichnete Beiträge betonten kunstvolle Komposition
Jonell Francisco von den Philippinen erhielt den Preis in der Kategorie Porträt. Sein Werk „Kem der Unaufhaltsame“ erinnert an die Malerei der Renaissance. Es kombiniert klassische Ästhetik mit moderner Darstellung.
Natur in Ostgrönland und Dänemark
Estebane Rezkallah aus Frankreich wurde in der Kategorie Natur und Tierwelt ausgezeichnet. Sein Foto „Das Wal-Floss“ zeigt Eisbären in Ostgrönland beim Fressen eines Walkadavers. Diese Szene dokumentiert das Überleben unter extremen Bedingungen in der Arktis.
Auch Sussi Charlotte Alminde aus Dänemark erhielt Anerkennung. Ihre Aufnahme „Tintenfische am Himmel“ zeigt kunstvoll gefertigte Drachen auf der Insel Fanø. Das Bild entstand beim Internationalen Drachenfliegertreffen – einem der größten seiner Art weltweit.
Menschliche Nähe und urbane Kultur
Jeintze Boutamba aus Gabun gewann in der Kategorie Kreative Fotografie. Sein Foto „Begegnung“ zeigt zwei Menschen in einem intimen Moment. Das Bild vermittelt Ruhe und Nähe, eingefangen in der Stille eines Schlafzimmers.
Khairizal Maris aus Indonesien dokumentierte hingegen kollektive Euphorie. Auf seinem Siegerbild „Fussballsiege feiern“ sieht man Fans in Westjava, die Fackeln entzünden. Der Anlass: ein Sieg ihres örtlichen Fußballvereins in Bandung. Der Moment fängt Leidenschaft und Stolz ein.
Eine besondere Perspektive lieferte Matjaž Šimic aus Slowenien. Seine Aufnahme „Frag einen Schamanen“ entstand in La Paz. Schamaninnen und Schamanen posieren vor farbenfrohen Häusern. Die Szene spiegelt Tradition und städtischen Wandel in Bolivien wider.
Technik, Tradition und Augenblicke
Der japanische Fotograf Hajime Hirano überzeugte mit Präzision. Sein Bild zeigt einen Straßenhändler in Akihabara, einem Stadtteil von Tokio, der einst als Zentrum der Elektronik bekannt war. Das Foto erinnert an eine Ära intensiven Wachstums in Japan.
Die Auswahl der Werke erfolgte durch eine internationale Jury. In diesem Jahr war Claudia Grimaldi Marks, Strategiemanagerin bei Getty Images, verantwortlich für den offenen Wettbewerb.
Wichtige Informationen auf einen Blick
- Über 419’000 Einsendungen aus 200 Ländern
- Zehn Kategorien im offenen Wettbewerb
- Ausstellung im Somerset House in London vom 17. April bis 5. Mai 2025
- Preisverleihung am 16. April 2025
- Hauptgewinn: 5’000 US-Dollar + Sony-Kameraausrüstung
Die Sony World Photography Awards 2025 setzen ein starkes Zeichen für die globale Bedeutung der Fotografie als Kunst- und Dokumentationsform.
Quelle: Tagesaktuelle Fotonews